Unkrautregulierung mit Hackmaschine und Bandspritze

im Rahmen eines Feldversuches in Winterraps

In diesem Jahr kommt im Landkreis Hannover im Rahmen eines Versuchs zur Unkrautregulierung eine Hackmaschine mit Bandspritze in der Kultur Winterraps zum Einsatz. Der Gebrauch dieser Technik stellt Anforderungen an das Aussaatverfahren:

Einzelkornsaat

Anstelle des herkömmlichen Drillsaatverfahrens sollte die sogenannte Einzelkornsaat eingesetzt werden, welche eine räumlich präzise Saatgutablage im Boden gewährleistet.

Raps Bild 2

Der Raps wurde in 45cm Reihen gedrillt und etablierte sich dank der verfügbaren Feuchtigkeit recht schnell (Bild: LWK Niedersachsen).

 

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12-Reihige Schmotzer-Hacke im Frontanbau, die im Versuch zum Einsatz kam (Bild: LWK Niedersachsen).

Reihenabstand

Ein weiter Reihenabstand der Pflanzen macht es möglich, den Rapsbestands auch in fortgeschrittenen Wachstumsstadien mit der Hackmaschine mit Bandspritze zu befahren.

Das Herbizid wird bei Anwendung dieses Unkrautregulierungsverfahrens nur über der Pflanzenreihe in einem schmalen Spritzband appliziert. Zwischen den Pflanzenreihen wird der Boden, wie im Video zu sehen, rein mechanisch mit den Werkzeugen der Hackmaschine bearbeitet. Dadurch wird nur ein Drittel der Ackerfläche mit dem Pflanzenschutzmittel behandelt. Der Behandlungsindex lässt sich so um den Faktor 3 reduzieren. Hierdurch kann ein Beitrag zur Minimierung des Pflanzenschutzmitteleinsatzes geleistet werden. Im Versuch werden verschiedenen Varianten mechanischer und chemisch-mechanischer Verfahren getestet und deren jeweiliger Erfolg der Unkrautbekämpfung ermittelt. Der Einsatz der Drohne ermöglicht dem Team eine digitale Versuchsauswertung.

Raps Bild 3

Herkömmlicher Zählrahmen, der zusätzlich zur Drohne zur Bonitur eingesetzt wurde (Bild: LWK Niedersachsen).

 

Autoren:

Luisa Pommerehne, Prof. Dr.-Ing. Frank Beneke (Agrartechnik, Universität Göttingen) und

Friedrich Bartels (Landwirtschaftskammer Niedersachsen)

Sie haben Fragen oder möchten mehr Informationen zu diesem Thema? Dann schreiben Sie uns gerne.

Kontakt - Luisa Pommerehme: luisa.pommerehne@uni-goettingen.de

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