Vom Feld ins Labor

Einblicke in die Zuckerrübenernte am IfZ Göttingen

 

 

In den letzten Wochen war die Zuckerrübenernte im vollen Gange. Nun ist ein Großteil deutschlandweit abgeschlossen und die Weiterverarbeitungs- und Lagerungsprozesse der Rüben laufen auf Hochtouren. Auch am Institut für Zuckerrübenforschung (IfZ) wurden in den letzten Wochen die Versuchsparzellen abgeerntet. Auf große Erntemaschinen für den flächigen Einsatz wurde jedoch verzichtet und stattdessen der institutseigene, einreihige Rübenroder verwendet. Dieser eignet sich besonders gut für die kontrollierte Ernte von kleinen Parzellen, wie es bei Sortenversuchen üblich ist. Ebenso lassen sich so die Rüben parzellenweise in die für die Parzellen vorgesehenen Säcke abfüllen.

 

 

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Videoschnitt und Produktion: Lea Pichler (IfZ Göttingen)

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Handernte 2.0 - Tradition trifft auf Innovaion

 

Zusätzlich zur reihenweisen Rübenernte wurden einige Versuchsparzellen per Hand abgeerntet. Dabei wurde zum Beginn der Vegetationsperiode ein Inokulum aus infizierten Blattproben des Erregers der Cercospora Blattfleckenkrankheit in den Parzellen ausgebracht. Die übergeordnete Fragestellung befasst sich dabei mit der, auf digitalen Technologien basierten, Früherkennung und Erfassung des Infektionsverlaufes der Cercospora Blattflecken im Bestand.

Durch die Handernte konnten Proben von jeweils zehn Rüben gesammelt und getrennt verpackt werden. Dabei wurden die Rübenköpfe mit einer Köpfschippe vom Rübenkörper abgetrennt. Anschließend erfolgten mehrere Überflüge und Dokumentationen der Parzellen mit der hauseigenen Drohne. Nach dem Überflug konnten alle geköpften Rüben mit dem Rübenheber geerntet, separat eingesackt und zum IfZ transportiert werden. Hier folgte die Aufbereitung der Rüben in der Rübenwäsche, in der sie zunächst über Förderbänder von grobem Schmutz befreit und anschließend mit Wasser gewaschen werden.  Nach dem Wiegen der Probe werden die Rüben letztendlich in der sogenannten Breisäge zerkleinert und eine Teilprobe für die Laboranalyse eingefroren. Später werden im hauseigenen Labor der Zuckergehalt sowie die Konzentrationen an Natrium, Kalium und Amino-Stickstoff gemessen.

 

 

Autoren: Sebastian Streit und Lea Pichler (Institut für Zuckerrübenforschung, IfZ)

Sie haben Fragen oder möchten mehr Informationen zu diesem Thema? Dann schreiben Sie uns gerne.

Kontakt - Sebastian Streit: streit@ifz-goettingen.de

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