Präzise Unkrautbekämpfung in Zuckerrüben mit dem Ecorobotix Ara

Neben absetzigen Verfahren zur punktuellen Bekämpfung von Unkräutern

mit vorgeschaltetem Drohnenflug gibt es ferner Onlineverfahren bei denen die Bekämpfungsentscheidung live während der Überfahrt getroffen wird. Eines der Geräte am Markt, das nach diesem Prinzip funktioniert, ist der Ecorobotix ARA. In einem Feldversuch haben die Abteilung Agrartechnik der Universität Göttingen und die LWK Nds. ein Vorführgerät der Agravis Future Farm in Zuckerrübe zur zweiten Nachauflaufkontrolle testen können.

 

 

Der Ecorobotix ARA...

... hat auf einer Arbeitsbreite von sechs Metern drei Kameras und 156 Einzeldüsen (Düsenabstand 4 cm) verbaut. Somit kann mit der Maschine eine minimale Zielfläche von 6x6 cm realisieren. Durch die geschlossene Bauart werden mehrere Effekte erzielt: Das Kamerasystem kann aufgrund einer künstlichen Lichtquelle und der damit realisierten guten und konstanten Ausleuchtung die zu identifizierenden Unkräuter und -gräser zuverlässig erkennen. Da auch der Düsenbalken abgeschirmt ist wird ferner Abdrift durch Wind minimiert. Die Spritzbrühe wird aus einem Fronttank bereitgestellt. Hier befindet sich ebenfalls ein größerer Reservefrischwassertank, um Spritzbrühe auf dem Acker anmischen zu können.

Rechte Videoinhalte (Bartels, Neufeld, Hunze)

 

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Eine Demonstration der Maschine mit Wasser und dem Auslegen von wassersensitiven Papier an zu besprühenden Unkräutern zeigte den interessierten LandwirtInnen vor Ort das Potenzial der Maschine auf (Foto: Hunze).

 

Im Projekt FarmerSpace...

... wurde ein Streifenversuch mit einer Gesamtgröße von ca. 8 ha angelegt. Verglichen wurde der Ecorobotix Ara mit der herkömmlichen Flächenspritzung des Betriebes. Eine erste Demonstration der Maschine mit Wasser und dem Auslegen von wassersensitivem Papier an zu besprühenden Unkräutern zeigte den interessierten LandwirtInnen vor Ort das Potenzial der Maschine auf – selbst kleinste Unkräuter wurden erkannt und Spritzbrühe im Spot appliziert (siehe Bild links). Anschließend wurde der Feldversuch durchgeführt.

Die Fläche wurde mit der Drohne überflogen aber auch händisch hinsichtlich des Bekämpfungserfolges bonitiert. Die Auswertung der Drohnenbilder ist in Arbeit.

 

 

Autoren:

Friedrich Bartels (Landwirtschaftskammer Niedersachsen)

Eike Hunze, (Agrartechnik, Universität Göttingen) und

 

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Kontakt - Eike Hunze: eike.hunze@uni-goettingen.de

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